Die Schulung war nach der Schreibwerkstatt und dem Englisch-Workshop die dritte im Jahr 2017 und die erste in unserem neuen Gebäude. Referent waren Dr. Ulrich Rust (Leiter Beratung und Vertrieb) und Dr. Wolfgang Achilles (Geschäftsführer) von unserem Partner Jobware, einem Online-Stellenportal, welches sich auf das Recruiting von Fach- und Führungskräften spezialisiert hat.

In erster Linie richtete sich die Schulung an meine Kollegen aus der Kundenberatung. Weitere Teilnehmer kamen aus allen Bereichen, sodass mindestens ein Mitarbeiter aus jedem Team anwesend war, um anschließend seine gesamte Abteilung über die Inhalte zu informieren.

Worum ging es in der Schulung?
Ganz allgemein ging es darum, wie Stellenanzeigen aufgebaut werden sollen, damit die Inhalte möglichst schnell von den Bewerbern erfasst werden können. Im ersten Teil der Schulung gingen die Referenten auf die Darstellung von Stellenangeboten auf dem Desktop ein. Jobware hat anhand einer Eye-Tracking-Studie das Verhalten von Bewerbern analysiert.


Erzähl uns doch etwas mehr über die Eye-Tracking-Studie!
Bei dieser Studie wurde das Leseverhalten von Bewerbern bei Online-Stellenanzeigen auf dem Desktop untersucht. Dafür wurde per Infrarot die Augenbewegung der Probanden beobachtet, um zu sehen, wo und wie lange die Teilnehmer hinschauen. Aus den Ergebnissen wurden sog. Heatmaps (ähnlich wie Bilder einer Wärmebildkamera) erstellt.

Anhand dieser Ergebnisse kann man erkennen, wo welche Elemente in einem Stellenangebot stehen sollten, damit Bewerber sie schnell erfassen können. In jedem Inserat sollten sich beispielsweise folgende Punkte wiederfinden lassen: Logo, Bild, Firmenkurzportrait, Aufgabenbeschreibung, Voraussetzungen und der Kontakt. Als Tipp hat Dr. Rust uns mit auf den Weg gegeben, dass Bulletpoints nicht mehr als fünf Punkte aufweisen sollen!

Suchen denn noch viele Menschen am PC nach neuen Jobs?
Mittlerweile gehen rund 53 % aller Bewerber mit dem Smartphone auf die Jobsuche. Daher ging es im zweiten Teil der Schulung um MOPS. Damit ist nicht der Hund gemeint, sondern die Abkürzung für mobil-optimierte Stellenanzeigen. Hier kommt es darauf an, dass die freien Plätze auch auf dem Handy übersichtlich dargestellt werden. Der Bewerber soll ohne viel Zoomen oder Scrollen die Inhalte erkennen können und es sollte keine langen Ladezeiten geben. Da einzelne Elemente die Aufmerksamkeit der Bewerber anziehen, bietet es sich an, Punkte zum Aufklappen, die der Bewerber bei Interesse anklicken kann, zu verwenden.


Was kann der Interessent noch tun, um sich einen umfassenden Eindruck von der Stelle und dem Unternehmen zu verschaffen?
Wenn der Bewerber an einer Stelle interessiert ist, kann er sich das Unternehmensprofil genauer ansehen. Um einen authentischen Einblick zu geben, verwenden viele Firmen eine Bildergalerie oder Videos. Eine neue Möglichkeit ist der Einsatz von VR (virtual reality). Damit kann der Bewerber einen Blick auf seinen zukünftigen Arbeitsplatz oder evtl. auf die Kantine werfen. So werden die Interessenten emotionalisiert und fühlen sich schon als ein Teil des Teams, bevor sie sich überhaupt beim Unternehmen beworben haben!


Wie funktioniert VR in den Unternehmen?
Jobware nutzt für die VR-Aufnahmen eine spezielle Kugel mit 36 Kameras. Mit dieser Kugel fahren Mitarbeiter in die Unternehmen, stellen sie auf ein Stativ und können so nach und nach jeden Winkel des Unternehmens fotografieren. Aus diesen vielen Fotos erstellt Jobware mit einer Software ein räumliches Bild. Anschließend kann der Bewerber am PC durch Bewegung der Maus jeden Winkel des Unternehmens anschauen. Noch realer wird der Einblick durch die Nutzung von einer VR-Brille. Hiermit kann der Bewerber sich virtuell frei im Unternehmen bewegen.

Solche Brillen gibt es auch aus Pappe. Diese eignen sich besonders gut als Give-Aways und werden manchmal auch auf Messen oder anderen Veranstaltungen verteilt.

Was ist dein abschließendes Fazit zu der Schulung?
Es war auf jeden Fall beeindruckend zu sehen, woran man alles denken muss, wenn man freie Stellen ausschreibt. Da gibt es schon viele Fallstricke. Weiß man aber, worauf es den Lesern bzw. Bewerbern ankommt, kann man die Verweildauer - also die Zeit, in der sich ein Jobsuchender mit einer Stellenanzeige beschäftigt - von nur wenigen Sekunden auf 1,5 Minuten erhöhen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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